BIM Institut // Vernetzung | Prozesse | Effizienz

Einweihung Neubau HC // BIM Labor

Unser neues Fakultätsgebäudes auf dem Campus Haspel ist vollendet. Am 8. Februar 2017 wird das Gebäude gemeinsam mit 250 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik feierlich eingeweiht. Diese gehen gemeinsam mit den Studierenden auf Entdeckungsreise durch dieses städtebaulich, funktional und gestalterisch gut gelungene Bauwerk, das neben Vorlesungs- und Seminarräumen, die Mensa und ein BIM Labor beherbergt, um die Studierenden auf eine erfolgreiche Zukunft in der Bau- und Immobilienwirtschaft vorzubereiten.

Vor über 10 Jahren haben Herr Professor Helmus und sein Team begonnen zum Thema Digitalisierung der Bauwirtschaft zu forschen. 2008 leitete er im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) ein Forschungscluster, das sich mit dem Erfassen, Kontrollieren, Steuern und Dokumentieren von Prozessen mittels RFID-Technik befasste. Für diese Forschungstätigkeit wurde Manfred Helmus im Jahr 2012 mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet. Aktuell werden mit 15 Mitarbeitern in 8 Forschungsprojekten die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung entlang des Lebenszyklus von Immobilien erforscht.

Weitere Informationen zur Festveranstaltung finden Sie unter folgendem Link PROGRAMM.

BIM-INSTITUT - POTENZIALE DER DIGITALISIERUNG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE BAU

Aktuelle Bauprojekte belegen, worunter die Bauwirtschaft trotz Fortschritten bei den verwendeten Baustoffen und Bauverfahren sowie beim Einsatz von CAD-Systemen und Informationstechnologien leidet: Verspätungen bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, mangelnde Abstimmungen und unzureichende Qualitäten.

Diese Tatsache ist unter anderem auch darauf zurück zu führen, dass sich durch das Mitwirken unterschiedlicher Akteure bei einem Bauvorhaben eine Vielzahl von Schnittstellen ergeben, die eine medienbruchfreie Dokumentenverarbeitung und Informationsweiterleitung erschweren.

Hier soll eine derzeit viel diskutierte Methode Abhilfe schaffen: BIM.

Wenn von Building Information Modeling – kurz BIM – die Rede ist, so ist damit keine neue Software gemeint, sondern vielmehr eine neue Arbeitsmethode im Bauwesen, bei der die ganzheitliche Betrachtung des Planens, Bauens und Bewirtschaftens im Fokus steht.

Denkt man diesen ganzheitlichen Ansatz der BIM-Arbeitsmethode weiter, erfordert er zudem auch einen Kulturwandel im Bauwesen und eine neue Form der teamorientierten Zusammenarbeit. Da die BIM-Methode vorsieht, dass alle Beteiligten an demselben Datenmodell arbeiten und dadurch eine Reduzierung der Schnittstellen erfolgt, werden sich neben der notwendigen Hard- und Software auch Geschäftsprozesse und Gewohnheiten der einzelnen Projektbeteiligten ändern müssen.

Um die Entwicklung und Implementierung der Methode BIM voranzutreiben, die Forschung in diesem Bereich für die Bauwirtschaft zu bündeln, Lehr-, Ausbildungs- und Weiterbildungskonzepte zu entwickeln und Beratung zur Optimierung von Bauprozessen anzubieten, wurde von den Wissenschaftlern der Bergischen Universität Wuppertal das BIM-Institut gegründet.