Digital Bauen mit BIM in Deutschland: Fokus Bauausführung

Entwicklung eines Anforderungskatalogs an Gebäudedatenmodelle in Bezug auf die Standardisierung der Detailinhalte und Detailtiefe aus Sicht der Bauausführung

Fördermittelgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau

Projektlaufzeit: 07/2015 bis 09/2017

Die BIM-Methode wird in Deutschland bisher lediglich als Insellösung angewendet. Momentan findet in Deutschland vor allem das „little closed BIM“ Verwendung. Dies liegt u. a. daran, dass die aktuellen Standardisierungsbestrebungen sich momentan zum einen auf die Phase der Planung zu fokussieren scheinen. Zum anderen scheint auch das Thema der Datenformate gegenüber den Dateninhalten in den Vordergrund zu rücken.

Im Rahmen eines weiteren Forschungsprojektes der Forschungsinitiative Zukunft Bau analysiert das Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft gemeinsam mit bauausführenden Unternehmen, welche Anforderungen an die aus der Planung kommenden Gebäudedatenmodelle hinsichtlich der Informationstiefe und –breite gestellt werden müssen, damit diese für die Bauausführung effektiv genutzt werden können. Es soll konkret ermittelt werden, welche Daten mit welchem Dateninhalt und welchem Detaillierungsgrad in welcher Qualität aus den aus der Planung kommenden Datenmodellen den Bauausführenden zur Verfügung gestellt werden müssen, um darauf aufbauend die Prozesse der Bauausführung effektiver durchführen zu können.

Dazu erfolgt zunächst eine detaillierte Analyse von Ist-Prozessen der Bauausführung unter Berücksichtigung gängiger, am Markt verfügbarer Softwaresysteme. Das Ziel dieser Analyse ist es, die Ist-Prozesse zu standardisieren und zu untersuchen, welche Daten im jeweiligen Prozess benötigt werden.

Aufbauend auf der Analyse der Ist-Prozesse, wird in einem nächsten Schritt untersucht, wie sich die Ist-Prozesse und damit die je Prozess benötigten Daten unter Einsatz der BIM-Methode verändern. Aus den Ergebnissen der Analyse können die Anforderungen an die aus der Planung kommenden Modelle abgeleitet werden. Diese Anforderungen werden im Anschluss gewerkespezifisch in einem Katalog zusammengefasst.

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