Living Lab Gebäudeperformance

Projekt Living Lab Gebäudeperformance

Fördermittelgeber: Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" in Verbindung mit Landesmitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG NRW)

Projektlaufzeit: 09/17 bis 8/20

 

Gebäude werden überwiegend unter ihren Möglichkeiten und nicht im Einklang mit ihrer Planung betrieben. Die Belange derer, die für den Gebäudebetrieb verantwortlich sind, fließen zu wenig in die Planung ein. So gehen wertvolle Informationen aus der Planung durch eine nicht durchgängige Informationshaltung für die Betriebsphase verloren. Die Zieldefinitionen und messtechnische Ausstattung der meisten Gebäude ist zur Qualitätssicherung und Optimierung des Betriebs nicht geeignet. Anforderungen der Energiewende auf der Netzseite werden bisher noch nicht für den Gebäudebetrieb berücksichtigt.

Vor diesem Hintergrund ist es Ziel des Vorhabens Living Lab Gebäudeperformance durch konsequente Informationsvernetzung, Definition und Überprüfung von Gebäudequalitäten sowie eine kontinuierliche Qualitätssicherung Methoden aufzuzeigen, mit denen die Performance von Nichtwohngebäuden im Betrieb verbessert und die Umweltbelastung durch eine effiziente Decarbonisierung der Energieversorgung reduziert wird.

Das interdisziplinäre Projektteam besteht aus Mitarbeitern der Lehrstühle für Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung, Baubetrieb und Bauwirtschaft, Werkstoffe im Bauwesen (Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen) sowie dem Lehrstuhl Elektrische Energieversorgungstechnik der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik.

Bearbeitet werden vier Handlungsfelder:

 

Perform BIM

Methodenentwicklung und Testplattform zur leistungsfähigen Informationsvernetzung durch ein gemeinsames Bauwerksdatenmodell (engl. Building Information Modeling kurz BIM) in der Bau- und Immobilienwirtschaft für Entwerfen, Planen, Bauen, in Betrieb nehmen, Betreiben, Umnutzen und Rückbauen.

Perform SIMON

Methodenentwicklung und Testplattform zum Einsatz von Simulation, Bestandsanalysen und Monitoring zur kontinuierlichen Qualitätssicherung (Soll/Ist-Vergleich), Fehlererkennung und Verbesserung der Gebäudeperformance (Nutzungsqualität, Umweltwirkung).

Perform GRID

Methodenentwicklung und Testplattform zur Verbesserung der Gebäude-Netz-Interaktion durch Maßnahmen der Betriebsführung, Integration/Nutzung von Energiespeichern sowie intelligenter Sektorkopplung für Strom und Wärme.

Perform TRANS

Umsetzung und Verbreitung der Ergebnisse. Inhalt der Transferstrategie sind u. a. die Aktivierung des Neubaus HC am Campus Haspel als Living Lab, Ausbau des Smart Grid Labs, Begleitung externer Pilotprojekte wie dem Neubau der WSW Wuppertaler Stadtwerke und der Kreisverwaltung Mettmann, Nutzung von Lehrimpulsen und Entwicklung neuer Lehrformate, Veröffentlichungen und die Durchführung eines Symposiums.

 

 

Die Ministerin Ina Scharrenbach äußerte sich in einer Pressemitteilung "Nordrhein-Westfalen soll Vorreiter beim digitalen Bauen werden" vom 29.12.2017 zum Forschungsprojekt "Living Lab Gebäudeperformance".